Ramon Lauener heisst der Sieger in der Hauptkategorie des MTB RaceSeries-Rennens in Hittnau. Lokalmatador Nino Fahrni wird bei den Junioren Zweiter und realisiert das resultatmässige Highlight aus Sicht des organisierenden VC Hittnau.

331 Rennfahrerinnen und -fahrer, vom Pfüderi bis zum etwas älteren Semester, hatten sich im Vorfeld angemeldet, 48 Nachmeldungen kamen am Renntag hinzu. Dies sorgt bei den Organisatoren des VC Hittnau für zufriedene Gesichter. Denn wie der Neustart nach Sponsorensuche und Covid-Pause gelingen würde, war schwierig vorauszusehen.

So bilanziert OK-Chef Manuel Boog: «Höchst erfreulich, die grossen Kids-Felder! Dies unterstreicht die Hauptfunktion des Cups als Nachwuchs-Anlass.» Die Lockerungen der Covid-Massnahmen seien dem Anlass entgegenkommen, «es war so der perfekte Zeitpunkt für das Rennen!» Ganz besonders streicht Boog die perfekte Organisation von Seiten des Cup-Gesamtverantwortlichen Heinrich Disch hervor: «Er leistet im Hintergrund super Arbeit, was oft viel zu wenig wahrgenommen und gewürdigt wird».

Nino Fahrni in überzeugender Manier aufs Podest

Wenn gleichentags in Savognin ein Proffix-Cup ausgetragen wird, so spürt man das bei regionalen Rennen. So auch bei der Hauptkategorie in Hittnau: Das Starterfeld ist eher klein, prominente Namen fehlen. Ramon Lauener nutzt die Gunst der Stunde und drückt dem Rennen von Beginn weg seinen Stempel auf. Von der ersten Runde an liegt er unangefochten in Führung, rattert die Strecke mit der Regelmässigkeit eines Uhrwerks ab. So muss er nach seiner Zieleinfahrt fast drei Minuten auf seinen ersten Verfolger Valentin Länzlinger warten. Als Dritter vervollständigt Kai Steinhauser das Podest.

Die Platzierung des Tages aus Sicht des VC Hittnau erkämpft sich Clubmitglied Nino Fahrni mit seinem zweiten Platz bei den Junioren. Fahrni teilt sich das Rennen gut ein, ist immer unter den top 3 präsent und kann seinen Spitzenplatz schliesslich ungefährdet ins Ziel fahren, geschlagen nur von Thierry Gafner. Rang 3 belegt Remo Teuscher.

Neben Nino’s Topresultat ist auch erfreulich, dass in den verschiedensten Kategorien rund ein halbes Dutzend VCH-Fahrerinnen und -fahrer am Start standen.

Auftakt zum Renntag und zur MTB RAce Series

Begonnen hat alles bereits einige Stunden früher. Der Kategorie Hard kommt die Ehre zu, den Renntag – und die neue Serie überhaupt – zu eröffnen. Und der erste Sieger der MTB RaceSeries heisst Aaron Imhof. Der U17-Fahrer vom Team Tower Sports – VC Eschenbach legt einen unangefochtenen Start-Ziel-Sieg auf die Strecke rund um Schlosshügel und Zimberg. Manuel Mörgeli und Nils Lantner vervollständigen das Podest. Auch bei den U17-Damen ist die Sache klar, Kyra Reichmuth vom Team Gadola RV Wetzikon fährt den Sieg souverän ins Trockene. Dies vor ihrer Teamkollegin Ladina Gees und Lilly Vögel aus Schaan.

Gegen 10 Uhr macht sich auf dem Areal beim Schützenhaus richtig Rennatmosphäre breit. Dank der Tatsache, dass wegen den gelockerten Corona-Bestimmungen wieder 500 Zuschauer zugelassen sind, bevölkert sich das Renngelände. Es ist genug Platz für alle, um die nach wie vor geltenden Abstandsregeln einzuhalten. Und es ist offensichtlich: Ganz egal ob Rennfahrerin oder Fan am Streckenrand – alle geniessen es, am Event dabeisein zu können.

Je jünger, desto grösser die Startfelder

Mit gut 40 Startenden – davon 7 Mädchen – zeigt das U15-Feld eine stattliche Grösse. Nach dem Start zieht sich das Ganze aber schnell in die Länge. Auch die Fahrerinnen und Fahrer dieser Kategorie haben am Schlosshügel technisch herausfordernde Passagen zu meistern und tun dies mit Bravour. Im Ziel ist die Besetzung des obersten Podestplatzes mit Lewin Iten eine klare Sache. Um Rang 2 und 3 wird dagegen hart gefochten, im Sprint setzt sich Fynn Lanter knapp durch vor Lenny Hochstrasser. Gross sind die Abstände bei den Mädchen: Siegerin Anja Grossmann lässt die Zweitplatzierte Lea Bösch gleich 8 Minuten hinter sich. Timea Reichmuth vervollständigt das Podest.

Wenn ein Pulk von 60 13jährigen Heissspornen am Start losprescht, und 100 Meter später lauert ein rechtwinkliger Abzweig – dann ahnt man Stürze, Blessuren und Tränen. Umso grösser dann die Verblüffung: Das Feld meistert die Passage trotz Vollgas ohne den geringsten Zwischenfall. Wirklich eindrücklich, wie gut der Nachwuchs sein Sportgerät im Griff hat, und dies nicht nur die Siegfahrer!

Während der folgenden zwei Runden schenken sich die U13-Fahrer nichts. Der Aegeri Bike Club drückt dem Rennen seinen Stempel auf und belegt mit Noa Hochstrasser und Ron Hürlimann die ersten beiden Plätze. Ebenso spannend ist die Kategorie der Mädchen, denn auch bei ihnen steht mit 17 Fahrerinnen ein richtiges Feld am Start.

Je jünger die Kids, desto aufgeregter die Eltern. Diese Regel bestätigt sich auch heute, die U11-Kategorie ist das erste Beispiel dafür. Die Leistungsspanne ist enorm und geht von der leistungsorientierten Nachwuchs-Racerin bis zum offensichtlichen Gelegenheitsfahrer, der aus Freude und «Gwunder» einmal mitmacht. So geht das Rennen für etliche der Gestarteten infolge Überrundung nicht über die volle Distanz. U9 und vor allem die Pfüderi geben Mamis und Papis noch mehr Gelegenheit, den Nachwuchs lautstark anzufeuern.

Hobby-Sportler heiss auf ein Kräftemessen

Der Anmeldezahl nach zu schliessen, sind Hobby-Sportler nach monatelanger erzwungener Wettkampf-Abstinenz richtig heiss darauf, sich wieder mal mit Gleichgesinnten zu messen. Über 40 Anmeldungen verzeichnet die Kategorie «For all» und bildet so einen würdigen Abschluss des Renntags. Gewonnen werden die Rennen durch Silvio Beer und Vera Looser.